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Eine weitere Nachricht dieses Trolls und meine Erwiderung darauf.

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Ich bitte zu beachten, dass dies Geschreibsel nicht von mir stammt, sondern original vom Troll ist. Schlichtes Copy&Paste.

Hallo (Anrede) , nun ich habe mir diesen Berciht angesehen , dazu folgendes : Anbindehaltung ist seit Jahren verboten und das ist gut so , Enthornung : der weg ist rückläufig , und wird nur noch vereinzelt gemacht , Enthornung mit dem Brenneisen wird nur noch durch den tierarzt gemacht , was in dem berciht an hauptsächlich gezeigt wird sind mit verlaub , miese und beschissene Haltungen , alte Stallanlagen , solche betrieb gehöen geschlossen , nur dazu muss ich nicht Vegan leben , sondern mit offenen Augen durchs leben gehen . Jeder anständige Landwirt , hält seine Tiere so , das es ihnen gut geht , und nicht einfach nur Produktionseinheiten , das gleiche könnte man jetzt auch sagen über Dirmeninhaber und deren Angestellte , die Arbeter alles nur Arbeitseinheiten , dann würde sich das auch fürchterlich anhören . Nun wir machen jetzt alle Tierhaltungen zu von heute auf morgen , was wäre dann , es gibt kein Fisch , kein Fleisch , keine Milch , kein Getreide , keine Kartoffeln , kein Salat ( ach nein der wird ja Chemisch gedüngt ) oder sollen wir zur Düngung dann die Klähranlagen darüber ausschütten ???? nein das will auch niemand wirklich . das der gesamt Fleischkonsum solche Haltungen begünstigt ist unbestritten , ich bin für eine Naturnahe Haltung und dazu für einen Richtigen Umgang mit Lebensmitteln , die sinnlose Verschwendung ist ein viel größeres Proplem , nur was mich sehr stört , ist von der Seite der Veganer , diese Hetzkampangnien so das jeder der Fleisch isst ein Mörder ist , dann drehe ich den Spiess einmal um , jeder der sich nicht für den Kinderschutz einsetzt ist ein Potenzieller Kinderschänder . Was ist mit diesem Thema , das ist nciht so Populär , dabei kann man sich nicht Profelieren , aber solch eine Diskusion wird zu keinem ergebniss führen , jeder soll für sich entscheiden , will er Fleisch oder nicht , aber nicht andere die sich dafür entscheiden als Mörder zu bezeichnen, mit dem unterton , nur der Veganer macht es richtig , ohne Fleisch hätten unsere Vorfahren nicht ihr Gehirn soweit entwickelt bekommen und es hätte lange nicht so eine schnelle Evolition statt gefunden , aus allem was Veganer schreiben , klingt dieser unterton , es ist sehr interessant zu sehen , sie machen es aus Ethischen gründen und lieber spät als nie , mag sein , wie oft haben sie sich schon für menschen in Not eingesetzt ? wie oft einem Obdachlosen eine Suppe Angeboten ? wie oft einem Kind das geschlagen wurde in der öffetnlichkeit geholfen ? wie oft alten Menschen geholfen über die Strasse zu kommen oder einfach nur hilfe angeboten ? das nenne ich ethisch leben , aber das sind ja nur Menschen , die bekommen bestimmt hilfe von jemand anderem die können selber sehen wo sie bleiben , ich denke Veganer wollen sich nur in der öffentlichkeit gut stellen , nach dem motto TUE GUTES UND SPRICH DARüBER

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Ihre Argumentation ist fehlerhaft, Herr (Name).

Sie schrieben, Anbindehaltung sei nicht mehr erlaubt. Das stimmt so nicht. Die ganzjährige Anbindehaltung ist in Österreich verboten. Es muss den Tieren lediglich an 90 Tagen im Jahr eine Bewegungsmöglichkeit gewährleistet werden. Doch so viel! Wenn man sie nur 9 Monate lang in Anbindehaltung hat, statt die ganzen 12 Monate, schon ist es keine Anbindehaltung mehr. Na großartig. Da werden sich die Kühe aber freuen.

http://www.lko.at/?id=2500%2C1630335%2C%2C

Außerdem kann in “speziellen zwingend rechtlich oder technisch begründeten Einzelfällen” eine Ausnahme von diesem Verbot genehmigt werden. Diese Gummiformulierung setzt den Paragraphen wieder außer Kraft. Irgendeine “technische” Begründung wird wohl jeder finden können.

Sie schreiben weiters, die Enthornung sei seit Jahren rückläufig und werde nur noch vereinzelt gemacht. Da sind die Tierärzte Österreichs aber anderer Meinung. Nach deren Erfahrung hat die Enthornung im letzten Jahrzehnt sogar rasant zugenommen.

http://www.vet-magazin.at/tierarzt-magazin/aktuelle-meldungen/Enthornung-Rindern.html

Im Übrigen müssen nur “biologisch” wirtschaftende Betriebe die Kälber bei der Enthornung betäuben. Alle anderen dürfen das weiterhin auch ohne Betäubung tun. Man achte bei diesem Artikel auf das Wort “Bio”.

http://www.topagrar.at/rind/Biobetriebe-Enthornen-nur-mehr-nach-Schmerzausschaltung-654076.html

Ihrer Meinung nach gehören also nur die veralteten Ställe geschlossen. Und meiner Meinung nach bleibt Sklavenhaltung Sklavenhaltung und ist unrecht und eine Schande für die Menschheit.

Sie schreiben, jeder anständige Landwirt hielte seine Tiere so, dass es ihnen gut geht. Aha. Und wer legt denn fest, wann es den Tieren gut geht? Der Landwirt natürlich, nicht die Tiere selbst. Dieselbe Argumentation gab es sicherlich damals im Süden der Vereinigten Staaten. Dahinter steckt natürlich der Gedanke, dass Sklaven nur dann profitabel ist, wenn es ihnen “gut” geht, das heißt, wenn es ihnen grade gut genug geht, dass sie nicht abkratzen, bevor sie ausreichend profitabel waren. Den Tieren geht es nur genau so lange “gut”, solange sie profitabel sind. Lässt die Leistung nach geht’s sofort ab in den Schlachthof.

Die Macht von Firmeninhabern mit denen von Landwirten über ihre “Produktionseinheiten” zu vergleichen, ist lachhaft. Die einen können ihren Arbeitskräften allenfalls kündigen, die anderen bringen sie in den Schlachthof. Oder habe ich etwas verpasst? Droht Angestellten und Arbeitern mit mangelnder Leistung in Österreich seit Neuestem die Todesstrafe?

Noch eins haben Sie bei diesem Vergleich vergessen. Wenn einem Angestellten oder Arbeiter der Arbeitsplatz nicht zusagt, kann er sich einen anderen suchen. Von einem Kündigungsrecht der Tiere habe ich noch nicht gehört. Sie etwa?

Ihr nächstes “Argument” ist ein sogenanntes Extremsituations-Szenario, das äusserst unwahrscheinlich ist. Keine Sorge, die Wahrscheinlichkeit, dass von heute auf morgen alle Tierhaltungen auf einmal geschlossen werden, dürfte gegen Null gehen. Es gäbe also Übergangszeiten und die Möglichkeit, sich Schritt für Schritt anzupassen. Warum es ohne Rinder und andere Tiere plötzlich weder Getreide noch Kartoffeln geben soll, erschliesst sich mir nicht ganz, aber Sie spielen wieder einmal auf den ach so unersetzlichen Dünger an. Ich habe Sie schon einmal auf die biologisch-vegane Landwirtschaft hingewiesen. Aber gut, ich kann das auch noch öfter tun.

http://biovegan.org/infopool/wie-soll-ein-geschlossener-betriebskreislauf-im-bio-veganen-land-und-gartenbau-ohne-nutztiere-denn-aussehen/

http://biovegan.org/infopool/viehloser-oko-ackerbau/

Hier greift der alte Spruch: Wer Lösungen sucht, wird sie finden. Die anderen finden Ausreden.

Ihre Argumentation wird völlig wirr, wenn Sie behaupten, dass jeder, der sich nicht für den Kinderschutz einsetzt, ein potentieller Kinderschänder sei. Jemand, der selbst keine Kinder belästigt und auch nicht im Geringsten daran denkt, ist eben einfach jemand, der keine Kinder belästigt und auch nicht davon profitiert. Und er ist auch dann kein Kindervergewaltiger, wenn er nicht ständig auf der Strasse steht und die Trommel gegen Kindesmissbrauch rührt. Jemand, der Fleisch isst und Milchprodukte konsumiert, gibt hingegen den klaren Auftrag, für seinen Genuss Tiere auszubeuten und zu töten. In der Rechtsprechung ist derjenige, der einen Mordauftrag gibt, genauso als Mörder anzusehen, wie derjenige, der den Mordauftrag ausführt. Es ist in Wirklichkeit recht einfach.

Und schon sind wir bei Ihrem nächsten Ablenkungsmanöver. Schnell ab zu einem völlig anderen Thema, das mit diesem zunächst einmal nichts zu tun hat. Und wo wir grad dabei sind, den Veganern auch gleich noch Desinteresse am Schutz von Kindern unterstellen. Das ist ein recht beliebtes Manöver. Dennoch will ich auch darauf antworten:

Es gibt haufenweise Organisationen, die sich für die Opfer von Gewalt an Kindern einsetzen und es gibt gesellschaftlich keinen Zweifel daran, dass Gewalt und insbesondere sexuelle Gewalt an Kindern verabscheuungswürdig ist und zu Recht verboten ist. Da stimmen wir überein. Hier haben wir einen gesellschaftlichen Konsens, den niemand in Frage stellt. Ich auch nicht.

Bei den Tieren haben wir aber eine grundsätzliche andere Situation. Hier wird gesellschaftlich toleriert und ist sogar gesetzlich erlaubt, dass anderen empfindungsfähigen Geschöpfen Schaden zugefügt wird. Schaden, der im maximalen Unrecht, nämlich der sinnlosen und unnötigen Tötung der Individuen, gipfelt. Die Tiere selbst haben keine Möglichkeit, für ihre Rechte zu kämpfen. Sie können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es wichtig, dass wir es für sie tun. Denn sonst tut es niemand.

Außerdem ist es möglich, sich für mehr als ein Problem zu engagieren. In Herz und Hirn eines Menschen passen mehr als nur ein einziges Anliegen. Die meisten Veganer und Tierrechtler, die ich kenne, sind außer für die Tiere auch noch für vielfältige andere soziale Brennpunkte engagiert. Es hängt nämlich alles zusammen. Und wer sensibel für das Leid von Tieren ist, der ist es zumeist auch für das Leid von Menschen.

Sie schreiben, dass doch jeder für sich entscheiden soll, ob er Fleisch isst oder nicht. Dabei wird aber außer Acht gelassen, dass beim Fleisch- und Milchproduktekonsum jemand anderes unberücksichtig bleibt. Nämlich das Tier. Keines will sterben. Keine Kuh will ihr Kalb hergeben. Kein Küken hüpft freudig in den Schredder. Sie alle wollen leben und ganz sicher nicht auf Ihrem Teller landen.

Ihre Entscheidung Tierprodukte zu konsumieren, ist eben keine persönliche Entscheidung, die nur Sie angeht. Sie beeinträchtigt massiv ein anderes Lebewesen. Die Entscheidung, möglichst nur pflanzliche Produkte zu konsumieren, ist dagegen tatsächlich eine rein persönliche, denn sie betrifft nur diesen Menschen und sonst niemanden.

Außerdem sind Sie offenbar Archäologe und Anthropologe, denn Sie “wissen” ganz genau, dass die Entwicklung des menschlichen Gehirns ohne Fleisch nie möglich gewesen wäre. Was die Entwicklung des menschlichen Gehirns angeht, gibt es tatsächlich mehrere Theorien und die der Verfügbarkeit von Fleisch ist nur eine davon. Andere Theorien sind, dass die regelmäßige Zufuhr und halbwegs zuverlässige Versorgung von Nahrung durch Einführung des Ackerbaus dafür verantwortlich ist. Um erfolgreich Ackerbau zu betreiben, muss man eine Ahnung von den Jahreszeiten haben und Wochen und Monate im Voraus planen. Gut möglich, dass die erhöhte Hirnkapazität dafür nötig wurde. Andere machen die “Herrschaft” über das Feuer dafür verantwortlich. Gegarte Nahrung ist leichter verdaulich und ermöglicht so die schnellere Aufnahme der Nährstoffe. Wie so oft, wird die Wahrheit eine Mischung aus allen Ursachen sein.

Aber was tut eigentlich irgendein ferner Vorfahr für unsere heutige Lebenssituation zur Sache? Zumindestens wir hier in Europa haben ständig Nahrung aller Art im Überfluss. Wir sind also keineswegs gezwungen, alles Essbare das wir nur finden können, zu futtern, egal ob Tier oder nicht. Wir können wählen und es ist kinderleicht, sich vegan und gesund zu ernähren. Also ist es unnötig, Tiere auszubeuten und zu töten und somit tatsächlich unethisch.

Noch im Jahr 1609 kam es zu Kannibalismus unter Menschen. Sollten wir Kannibalismus deswegen legalisieren? Blöde Argumentation, nicht wahr?
http://www.focus.de/wissen/mensch/anthropologie/schrecklicher-hungerwinter-1609-erste-euro-amerikaner-waren-kannibalen_aid_977691.html

Als Nächstes in Ihrer “Argumentation” kommt die bis zum Erbrechen wiederholte Unterstellung, Veganer täten nichts, um bedürftigen Mitmenschen zu helfen. Sie fragen, wie oft wir uns für andere Menschen eingesetzt haben? Na, dann rücken Sie doch erstmal mit Ihrer Hilfestellung für notleidende Menschen heraus. Dann sage ich Ihnen gerne, was ich alles tue.

Sie werfen Veganern Profilierungssucht vor? Man kann sich auch wirklich ganz toll damit hervortun und wie man an Ihnen sieht, supernette und konstruktive Kontakte überall knüpfen. Ach, wie toll.

Tatsächlich wird man als Veganer bei jeder Gelegenheit angegriffen, angefeindet, lächerlich gemacht und mit Unterstellungen beharkt, genau wie Sie es tun. Macht wirklich viel Freude.

Nein, es ist keine Profilierungssucht, es ist der tief empfundene Wunsch, gequälte Kreaturen aus der menschengemachten Hölle zu erlösen. Mein persönlicher Grund ist, dass ich manchmal nachts weinend aus Alpträumen aufwache, weil das, was wir den Tieren antun, so entsetzlich ist, dass es jeder Beschreibung spottet. Und deshalb muss ich etwas dagegen tun und bin noch lange nicht extrem genug.

Hab ich alles abgehakt? Ja, sieht so aus. Dann zitiere ich Herrn Trapattoni: Ich habe fertig.

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