Aber Tiere töten auch

(English below)

Das höre ich ziemlich oft: “Aber Tiere töten auch Tiere.”

Naja, erstens sind es nur einige Tiere, nicht alle,  die andere Tiere töten. Wenn du also nach Vorbildern im Tierreich suchst, dann gäbe es jede Menge Pflanzen- und Früchtefresser, aus denen du wählen könntest. Warum nicht Gorillas, Orang Utans, Pferde, Giraffen oder Elefanten als Vorbild wählen?

Zweitens frage ich mich dann immer, warum diese Leute glauben, sie müssten ihre moralischen Entscheidungen von den Handlungen anderer abhängig machen. Können sie nicht selbst entscheiden, was moralisch gerechtfertigt werden kann und was nicht? Können sie nicht selbst richtig und falsch unterscheiden, ohne dabei nach anderen zu schielen? Auch hier gilt, dass es einige wirklich, wirklich bösartige Menschen gibt da draussen. Wenn wir unsere moralischen Entscheidungen und Rechtfertigungen von den üblen Taten anderer Menschen abhängig machen, dann landen wir in einer Gesellschaft, in der die Macht des Stärkeren gilt. Keine schönen Aussichten.

Drittens: Das, was andere oder sogar wir selbst in verzweifelten, ausweglosen Situationen oder wenn es ums nackte Überleben ginge, tun würden, ist doch keine gute Entscheidungsgrundlage für unser Verhalten im Alltag, wo uns mehr als genug gewaltfreie Alternativen zur Verfügung stehen, oder?


I hear that quite a lot: “But other animals eat animals, too.” –

Well, first of all, it’s only some animals who eat others, not all, so, if you’re looking for role models in the animal kingdom, there’s lots of herbivores and frugivores to choose from. Why not choose a gorilla, an orang utan, or a horse, a giraffe, an elephant?

Secondly, it makes me wonder, why some seem to believe, that moral decisions are dependent on what others do? Can’t they decide on their own, what is and is not morally justifiable? Can’t they tell right from wrong, without ogling what others do? Again, there are some really, really bad humans out there. If our moral decisions and justifications depend upon what evil things other people sometimes do, then we are left with a might makes right society. Not a very nice outlook.

Thirdly, what others or even oneself might do in desperate situations, or for sheer survival, is not a good basis for your behavior in your regular everyday situation, when there are plenty of nonviolent alternatives available, is it?

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