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Gedanken zum Muttertag

Es handelt sich um eine Übersetzung des Artikels a thought for mother’s day eines meiner Lieblings-Blogs “There’s an Elephant in the Room“. Jeder der Artikel ist lesens- und bedenkenswert.

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A thought for Mother’s Day

Der Muttertag naht in England (und auch Deutschland) und das ist traditionell eine Zeit, in der wir in Liebe und Dankbarkeit an unsere Mütter denken. Wenn wir selbst Mütter sind, dann ist es eine Zeit, die wir mit der Familie verbringen und das besondere Band feiern und  bekräftigen, das zwischen einer Mutter und ihrem Kind besteht, ungeachtet der Jahre, die vergangen sind, seit wir sie zum ersten Mal in unsere Arme und Herzen schlossen, und die ungeachtet ihres Alters immer unsere Kinder sein werden bis zu unserem letzten Atemzug.

Wir Mütter teilen ein einzigartiges Verstehen, wir kennen unsere dunkelsten Ängste. Wir wissen, was eine Mutter in den stillen Stunden tiefer Nacht wach hält, wenn unser verzweifeltes Bedürfnis unsere Kinder zu beschützen die Erschöpfung besiegt, genährt von den schlimmsten Befürchtungen, die wir nicht auszusprechen wagen.

Mutterschaft ist keine rein menschliche Erfahrung, wie jeder bestätigen kann, der schon einmal die zärtliche Hingabe gesehen hat, mit der alle Mütter jeder Spezies ihre Kleinkinder überschütten, die sie unter Schmerzen geboren haben und die sie nun mit atemlosen Staunen in der Welt begrüssen.

Wenn wir die Milch, die Eier, das Fleisch oder die Körperteile der Mitglieder einer anderen Spezies essen oder tragen oder für irgendeinen anderen der Vielzahl abscheulicher Zwecke verwenden, die unsere Spezies sich erdacht hat, gibt es etwas, dem wir ausweichen, das wir nicht sehen wollen. Aber heute, im wahren Geiste des Muttertags, lasst uns endlich der Wahrheit ins Gesicht sehen, damit wir beginnen können, diesem Alptraum ein Ende zu setzen.

Milk_industry_22 Commons.jpgEs ist unerheblich für welchen Zweck wir andere Individuen benutzen, jede der zugrunde liegenden Praktiken erfordert die mitleidlose Ausbeutung des mütterlichen Reproduktionsprozesses; das Entfernen, das Verletzen und das Töten ihrer Kinder. Das ist immer der Fall und egal was uns statt dessen erzählt wird, es gibt keine ‘humane’, keine ‘artgerechte’ Weise, dies zu tun. Tatsächlich tun wir anderen empfindungsfähigen Müttern das an, was wir selbst nie aushalten könnten; was uns in unseren schlimmsten Alpträumen verfolgt.

Es gibt keine Notwendigkeit für uns, das zu tun, nicht die geringste.  Wir können gut leben, und unsere Kinder können gedeihen, ohne anderen Schaden zuzufügen. Alles, was dafür nötig ist, ist sich der Mythen zu entledigen, die uns unser Leben lang eingetrichtert wurden, und mit neuen Augen und gesundem Menschenverstand hinzusehen. Und dann, wie es bereits so viele von uns getan haben, zu sagen: ‘Genug. Ich lehne es ab, meine schlimmsten Ängste irgendeiner anderen Mutter anzutun.’

Heute ist ein guter Tag, damit zu beginnen. Lassen wir den Muttertag einen Festtag für alle Mütter sein. Sei vegan.

Bitte wende Dich nicht ab – Ein Gedicht über den Lebenswillen

 “NEXT”

60″x48″ OIL ON CANVAS by Jackson Thilenius

Ich sehe einen Film über einen Mann
Der erfährt, dass er sterben muss
Und nachdem er es seiner Frau gesagt hat
Heult er auf

Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben

Seine Knie geben nach
Und er sackt zu Boden
Sein Rücken am Bett

Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben

Tränen tropfen von seinem Kinn
Und er wiegt sich
Hin und Her

Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben

In diesem Moment
Wühlen in seinen Eingeweiden
Qual, Verzweiflung und Angst
Vor dem unveränderlichen
Dem unentrinnbaren
Ende

Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben

Ich kenne dieses Gefühl
Ich erkenne dieses Gefühl, wenn ich das zappelnde Schwein sehe
Und höre, wie es schreit
Und versucht, dem mechanischen Arm zu entkommen
Der es zu seinem Tod bringen wird
Ich erkenne dieses Gefühl in der Kuh kurz vor dem Bolzenschuß
Ihre Augen wild vor Furcht
Wie sie versucht, über die glitschigen Wände zu klettern
Die sie von allen Seiten umgeben
Und ich höre ihren gehetzten, schweren Atem
Ich sehe dieses Gefühl in Hühnersalat, Fischstäbchen, Kuhmilch, Truthahn-Sandwich
In Hamburgern, Käse, Speck und Eiern

Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben
Ich will nicht sterben

Ihre Schreie zerschneiden mein Herz
Erfüllen mich mit Verzweiflung
Diese Gewalt
Diesen Schmerz, das Blut, den Schrecken
All diese sinnlosen Tode
Zu beenden

Das geht nicht ohne Dich

Bitte
Wende Dich nicht ab von Deinem Mitgefühl
Wagst Du es, ihr Schreien zu hören?

Original-Text:
http://freefromharm.org/veganism/please-dont-turn-away-a-poem-about-the-will-to-live/

Beth Levine:
http://freefromharm.org/author/beth-moore/

Jackson Thilenius:
http://www.crusadecreative.org/